Rastorpe – “ Ort des Ratis“

geschlossener Rundling mit Raum für ursprünglich neun Stellen; auf dem Anger und am Dorfeingang ein Teich; ältere Siedlungsspuren (Kegelgrab auf dem Jittbarg, Sülwerbreir).

  • 1257 Kapitelsdorf
  • 1292 sind sechs Hufen dem Herzog von Sachsen-Lauenburg zur Burg- und Brückenwerk verpflichtet
  • 1320 überließ Bischof Markward dem Dorfkapitel einen freien Mann, der bislang ihm zu Diensten verpflichtet war.
  • Regulierung 1827; Feldmark von 315 Hektar
  • Nebenschule von 1725 bis 1856
  • 1894 gab es sechs Bauern, Krug, Schmiede und sieben Büdner. Die Einwohnerzahl stieg von 88 (1939) auf 209 (1946).
  • 1952 waren noch alle Bauern im Ort.  Die Hauswirte von II und VI verließen 1952 die DDR, und der Besitzer von I wurde inhaftiert. Aus ihren Höfen entstand ein ÖLB, der 1954 in der LPG “August Bebel” aufging, der 1955/1956 die beiden letzten Bauern beitraten. Nach der Kreisreform kam das Dorf zur Gemeinde Neuleben, deren gesamte Feldmark 1958 zur LPG “Friedrich Engels” Neuleben zusammengefaßt wurde. Vor dem Dorfeingang entstand 1953 bis 1959 eine Kapelle der evangelisch-lutherischen Kirche als einziger Kirchenneubau des Landes Ratzeburg während der DDR-Zeit. 1957 zerstörte ein Großfeuer das Wohnhaus von Stelle V, das wieder aufgebaut wurde, sowie das Wirtschaftsgebäude von Stelle IV. Bis zur Wende wurden vier Häuser neu- und ein Katen ausgebaut. Die Katen von Stelle II und IV verfielen und wurden abgerissen. Der Krug schloß 1991. Die Einwohnerzahl des heute zur Gemeinde Lüdersdorf gehörenden Dorfes sank bis 1994 bis auf auf 73, inzwischen liegt sie wieder über 80.

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